Rubriek: Plaatselijke Geschiedenis
Uitgever: Stadt Bocholt
Bladzijden: 197
Jaar: 1988
Nr. catalogus: JD-pg-03

Juden in Bocholt

Eine Dokumentation

Viele Epochen einträchtigen Miteinanders und gegenseitigen Verstehens von Juden und Christen in Bocholt wurden jäh beendet vom staatlich gelenkten Terror des Dritten Reichs mit dem Ziel der völligen Ausrottung allen jüdischen Lebens. Stationen dieser Entwicklung zeigte eine Ausstellung unter dem Titel "Juden in Bocholt", die im Herbst 1983 gezeigt wurde. Das grosse öffentliche Interesse an dieser Ausstellung und die Forderungen nach detaillierter Erforschung dieses Abschnitts der Bocholter Geschichte regten zu weitergehenden Recherchen an, deren Ergebnis der Verfasser einer mehrteiligen Zeitungsartikelfolge zur nationalsozialistischen Machtergreifung in Bocholt, Josef Niebur, nunmehr vorlegt.

Der Band will einen Einblick in die Gesamtgeschichte der Juden in und um Bocholt geben, wobei das 20. Jahrhundert wegen der Ausserordentlichkeit des Geschehens den breitesten Raum einnimmt. Vorangestellt ist eine kurze Einführung in die jüdische Religion von dem ehemaligen jüdischen Mitbürger in Bocholt, Prof. Dr. Kurt Nussbaum. In einem Anhang berichtet Rektor a.D. Werner Sundermann über archäologische Forschungsergebnisse zum Thema.

'Juden in Bocholt' will neben der geschichtlichen Darstellung mahnen, "nicht zu vergessen, was der Mensch dem Menschen zufügen kann" (Ellen Bernkopf).

Umschlag: Der sog. "Judenkring" im Pflaster am Bocholter Markt vor dem Historischen Rathaus.